Landingpage – was sie ist, was sie kann, wie sie aussieht

Webangebote so zu gestalten, dass sowohl Suchmaschinen als auch Menschen auf der Seite hängenbleiben, ist keine Kunst, sondern gutes Webworker-Handwerk. Man kann zum Beispiel mit einer gut gemachten Landingpage (Synonym: Microsite) Surfer recht effektiv aus dem Netz fischen und gezielt auf Aktionen, Infoseiten oder Newsletterformulare weiterleiten. Doch was ist eigentlich eine gut gemachte Landingpage? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Dennoch gibt es einige Kriterien, die man bei der Planung und Gestaltung beachten sollte.

Landingpage – was sie ist

Für Suchmaschinen sind im Prinzip alle Seiten einer Website Landingpages, nämlich dann, wenn die von Nutzern eingegebenen Suchbegriffe auf der Seite zu finden sind, sodass die Suchmaschine die Webseite für die entsprechende Anfrage relevant hält. Dann erscheint die Webseite als Eintrag in der Ergebnisliste der Suchmaschine.

Die genauere Definition verrät aber ein bisschen mehr über den Charakter von suchmaschinenoptimierten Webseiten, denn ob eine Webseite ganz oben in der Ergebnisliste steht oder erst auf Seite 13, entscheidet natürlich über den Erfolg eines Webangebotes. Damit das Ranking der eigenen Seite nicht von der Qualität der Konkurrenzwebsites abhängt, kann man sie zu einer optimierten Landingpage weiterentwickeln bzw. eine Landingpage vorschalten.

MerkmalWird erzeugt dadurch, dass ...
Erwartungskonformität... Nutzer die Inhalte finden, die sie erwarten – das heißt, die Informationen geben Antworten auf Fragen, die die Nutzer haben und durch die Wahl der Suchbegriffe definiert haben
Vertrauensaufbau... Inhalte verständlich aufbereitet und überprüfbar sind
Entscheidungskatalysator... Inhalte kurz, übersichtlich und attraktiv präsentiert werden
Aktivierend... mit Handlungsaufrufen in Form von Bildern, Links, Buttons und Formularfeldern – sogenannte Call-to-Action-Felder – aus Interessenten Handelnde werden. Kommt es zu einer Handlung (Hinterlassen einer Adresse, Kauf, Download) ist ein sogenannter qualifizierter Lead erzeugt worden: Das übergeordnete Ziel der Landingpage ist damit erreicht.

Landingpage – was sie kann

Landingpages sind also dazu da, aus Menschen, die etwas suchen, Menschen zu machen, die etwas gefunden haben. Landingpages funktionieren im Prinzip wie Plakate, Flyer, Einladungsschreiben, Wegweiser oder Marktschreier: Sie machen Menschen auf etwas aufmerksam. Der Unterschied zu den herkömmlichen Push-Werbeträgern ist vor allem, dass die Landingpage eine Pull-Mitteilung ist – die Information wird nicht ausgeliefert, sondern eingefordert.

Menschen können also nur dann auf eine Landingpage aufmerksam werden, wenn sie durch die Eingabe von Suchbegriffen dafür sorgen, dass ihnen die Seite angezeigt wird. Sie klicken aktiv und werden nicht auf der Straße oder im Briefkasten mit Informationen bombardiert, nach denen sie nicht gefragt haben.

Die Landingpage ist also klar im Vorteil gegenüber den herkömmlichen Marketingmaterialien und kann deshalb mehr in kürzerer Zeit erreichen.

  • Sie kann Adressen von Interessenten einsammeln.
  • Sie kann oberflächliches Interesse zu echtem Interesse verwandeln.
  • Sie kann ein vielschichtiges Webangebot strukturieren und sichtbar machen.
  • Sie kann aus Interessenten Handelnde machen.
  • Sie kann Produkte verkaufen.
  • Sie kann Informationen in Form von Downloads oder Abos verbreiten.
  • Sie kann aus Laufkunden Stammkunden machen.
  • Sie kann Kampagnen erfolgreicher machen.

Landingpage – wie sie aussieht

Wie eine Landingpage aussieht, also gestaltet sein sollte, richtet sich nach den Zielen, die sie verfolgt. Wer ein Produkt verkaufen möchte, muss seine potenziellen Kunden anders ansprechen als jemand, der Newsletterabonnenten gewinnen möchte.

Für manche Ziele ist es wichtig, emotionale Bilder zu integrieren, bei anderen sind Erklärvideos das entscheidende Plus oder Grafiken, die Daten anschaulich präsentieren. Welche Elemente eine Landingpage im Einzelnen braucht, hängt also von den Zielen und den Zielgruppen ab.

Trotz der Vielzahl an Möglichkeiten, gibt es einige allgemeingültige Kriterien für Landingpages.

  • eine aussagekräftige Domainadresse, die mindestens ein wichtiges Keyword enthält
  • eine unwiderstehliche Headline, die mindestens ein wichtiges Keyword enthält
  • ansprechender Text
  • ein Call-to-Action-Button, der zum Angebot oder einem Formular führt, das die Adresse aufnimmt oder den Kaufvorgang einleitet
  • aussagekräftige und ansprechende Bilder oder Videos
  • Vorteile des Angebots: Kundennutzen herausstellen
  • Testimonials, um Vertrauen aufzubauen
  • Navigation zu sozialen Netzwerken und zur Kontaktaufnahme

Auf den Punkt gebracht

Landingpages sind suchmaschinenoptimierte Webseiten, die das Ziel haben, aus interessierten Surfern handelnde Kunden zu machen. Eine gut gemachte Landingpage beantwortet Fragen der Nutzer und überzeugt sie von der Nützlichkeit des Angebots. Für die Konzipierung einer Landingpage sollte man den Zweck und die Zielgruppe in den Mittelpunkt stellen und Keywords und Layoutelemente so auswählen, das sie zur Zielsetzung der Landingpage passen.

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