Fake News sind ein Frontalangriff auf die vierte Gewalt in einer Demokratie

Das Phänomen ist nicht spezifisch internetbedingt: 1898 standen die USA und Spanien kurz vor dem Spanisch-Amerikanischen-Krieg. Im Januar desselben Jahres traf die USS Main, ein Schlachtschiff, im Hafen von Havanna ein. Wenige Tage später sank sie nach einer verheerenden Explosion, bei der 268 Menschen ums Leben kamen. Die öffentliche Stimmung in den USA wurde unter anderen von den Publizisten William Randolph Hearst und Joseph Pulitzer weiter angeheizt. Von Hearst ist die Anweisung an seinen Korrespondenten in Havana überliefert: “You furnish the pictures. I’ll furnish the war.“ [1] Damals war der Pressemarkt ein überaus lukratives Geschäft und im Kampf um Auflage war jedes Mittel recht. Unter Umständen wäre der Spanisch-Amerikanische Krieg nicht ausgebrochen, wenn nicht dieser erbitterte Kampf um Marktanteile stattgefunden hätte. Diese und vergleichbare Exzesse waren der Grund für verschiedene Presse-Kodices. Und es dauerte Jahrzehnte, das Vertrauen aufzubauen, dass eine vierte Gewalt in einer Demokratie braucht. [2]

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Recherchestrategie – Abwechslung bei der Suchmaschine empfohlen

Nutzen Sie auch immer „Ihre“ Suchmaschine? Und ist das meist Google? Wenn Sie beides mit „ja“ beantworten, stehen Sie nicht allein. Vieles spricht für Google, in erster Linie, die schier unfassbare Menge Daten, die dort im Index sind. Der Index ist nämlich einer der Hauptgründe, die Suchen erfolgreich oder weniger erfolgreich aussehen lassen. Je mehr Websites und Seiten in einem Index registriert sind, desto besser die Treffer. So die einfache Rechnung. Die stimmt – und auch wieder nicht ganz; andere Faktoren beeinflussen die Ergebnisse ebenfalls. Außerdem gibt es ja noch andere Suchmaschinen. Einige davon greifen auf den Google-Index zurück, andere haben einen eigenen.

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5 Tipps, wie Sie mit Ihren Inhalten wahrgenommen werden

Visibility ist die neue Währung im Marketing-Alltag. So schön es ist, dass Sie über Website, Facebook, Twitter, Instagram & Co. praktisch den ganzen Globus erreichen können – der Rest der Welt versucht genau dasselbe. Knapp 200 Millionen aktive Websites gibt es derzeit. Täglich werden beinahe 6 Millionen Blogposts geschrieben und mehr als 700 Millionen Tweets abgesetzt – wenn man internetlivestats.com glauben darf. Relevant sind für Sie aber nur die Menschen, die sich für das interessieren, was Sie tun.

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Recherchieren kommt vor kuratieren – Einfache Suchtechniken, um die Websuche mit Google zu verbessern

Google hat nicht nur das Suchfeld („Briefkastenschlitz“) auf der Startseite, sondern auch eine ausgefeilte erweiterte Suche. Mit ihr lässt sich der Suchraum beschreiben, innerhalb dessen Google suchen soll, z. B. auf Treffer aus einem bestimmten Land oder eines bestimmten Dateityps. Das kann die Trefferliste erheblich verbessern.

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Wie kann ich feststellen, ob ein Wikipedia-Beitrag belastbares Wissen enthält?

2014 warnte Jimmy Wales, einer der beiden Wikipedia-Gründer, Studierende davor, aus Wikipedia zu zitieren. Das offene Prinzip führt eben auch zu falschen Informationen und im schlimmsten Fall zu Missbrauch. Dennoch, (wir) alle – und nicht nur Schüler*innen und Studierende – greifen auf Wikipedia für die schnelle Information zurück. In diesem Beitrag möchte ich Hinweise darauf geben, wie man als Nutzer*in die Qualität von Wikipedia-Beiträgen zumindest kursorisch einschätzen kann.

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„Zerstören soziale Netzwerke unser gesellschaftliches Gefüge?“

Mit diesem Titel initiierte die Süddeutsche Zeitung Ende Dezember 2017 eine Leserdiskussion [1] Unter den Lesern entspinnt sich eine an sich lesenswerte Diskussion, die sich  – da nicht moderiert – immer weiter von der Frage entfernt. Allerdings muss man zugeben, dass die Frage auch schwer zu beantworten ist. Denn was ist unter dem „gesellschaftlichen Gefüge“ zu verstehen, das da durch soziale Netzwerke (gemeint waren wahrscheinlich soziale Medien und das Internet) zerstört werden soll. Eine Antwort könnte die Forschung zum „sozialen Kapital“ liefern. Weiterlesen

Sechs Gründe, warum es heute noch wichtiger ist, in Owned Media zu investieren, als je zuvor

Viele Unternehmen verschwenden ihr Budget in Paid Media und verlieren dabei ihre eigenen Plattformen aus dem Blick. Nehmen wir als Beispiel einen T-Shirt Designer, der seine gesamte Strategie auf Instagram ausgerichtet hat. Im Moment scheint dies nicht verkehrt, denn er begeistert die Instagram-Gemeinde mit seinen Werken und er sammelt fleißig Likes & Follower. Seine T-Shirts verkauft er über eine E-Commerce-Plattform, auf der er die Designs hochlädt und selbst weder mit der Produktion, noch mit dem Versand zu tun hat. Wir erklären, warum eine solche Strategie brandgefährlich ist.

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Recherchieren kommt vor kuratieren – Google Trefferlisten mit Boole‘schen Operatoren eingrenzen

Inzwischen ist vielen klar, dass die Ein-Wort-Suche bei Google zu viele irrelevante Treffer bringt. Deshalb geben sie mindestens zwei Suchbegriffe ein. Damit nutzen sie – meist unbewusst – den Boole’schen Operator AND, der bei Google voreingestellt ist. Das löst das Problem ellenlanger Trefferlisten allerdings auch nicht. Zum Glück gibt es weitere Boole‘sche Operatoren, die das Suchergebnis im Sinne der Suchenden einschränken. In diesem Beitrag erfahren Sie wie Sie diese Operatoren erfolgreich einsetzen.

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