Herausforderung Webtext: Scannen oder Lesen?

Bildschirme vertragen sich nicht besonders gut mit Buchstaben. Das Flirren und Flackern des Bildschirmlichts sorgt für „bewegte“ Zeichen. Ergebnis: Das Lesen am Computer fällt schwerer als das Lesen auf Papier. Oft werden Bildschirmtexte deshalb nicht gelesen, sondern nur gescannt. Wer lange Texte verstehen will (oder muss) denkt meistens darüber nach, das Ganze lieber auszudrucken. Schont die Augen, erhöht das Sprachverständnis, erleichtert das Erinnern, so die landläufige Meinung. Doch das Ausdrucken des Internets ist nicht nur zeitintensiv, es ist auch schlecht für die Umwelt. Kann man es Bildschirmlesern leichter machen? Weiterlesen

Texte grafisch gestalten – Was das Layout für die Verständlichkeit tut

Egal, wo Texte veröffentlicht werden – ob im Internet oder auf Papier – nie geht es nur darum, die richtigen Wörter zu finden. Sprache funktioniert nur, wenn sie gut strukturiert ist. Struktur sorgt dafür, dass aus einer Aneinanderreihung von Buchstaben Wörter, Sätze und Texte werden. Genauso wichtig wie die Buchstaben selbst sind dabei weggelassene oder ergänzte Zeichen: Leer- und Satzzeichen, Absätze und Linien, Fett- und Kursivschrift ¬– und natürlich Überschriften, Abschnitte und Kapitel. Weiterlesen

Hörst Du schon oder liest Du noch?

Im Beitrag zum mobilen Lernen in diesem Blog-Beitrag hatte ich die Einschätzung wiedergegeben, dass Audio-Inhalte im Bereich der Fachinformation nicht so verbreitet seien. Die Einschätzung bezog sich auf die Medienform Podcast, also abonnierbare Audio-Inhalte,  und weniger auf das Hörbuch. Denn inzwischen gibt es eine Vielzahl von vor allem für ein breites Publikum geschriebenen Fachbüchern auch als Hörbuch. Meine Vermutung war, dass dem Sinneskanal  Hören nicht so viel zugetraut werde wie dem Sehen. Auf der Suche nach möglichen Ursachen für die Unterschätzung des Hörens bin ich auf zwei  Ansichten gestoßen, die mit daran Schuld sein könnten. Weiterlesen

Mobiles Lernen mit Audio-Medien – Weiterbildung unterwegs

Jede Erwerbstätigkeit, ob abhängig oder selbstständig ausgeübt, verlangt heute, dass man das Wissen ständig aktuell hält. Oft aber lässt die Tätigkeit selbst kaum noch Zeit, sich weiterzubilden. Außerdem erfordern viele Lernformen zeitliche und räumliche Planung (z.B. das Präsenzseminar). Mobiles Lernen (mobile learning, M-learning) hingegen verspricht, dass spontan an jedem beliebigen Ort gelernt werden kann – also an der Bushaltestelle,  in der U-Bahn oder während Autofahrten. Das ist verlockend, denn gerade wer etwa viel im Auto unterwegs ist, möchte vielleicht die Leerzeit als Lehrzeit sinnvoll nutzen. Da das Smartphone zum ständigen und vielseitigen Begleiter im Alltag geworden ist,  wird mobiles Lernen nach Auffassung  des mmb Instituts für Medien- und Kompetenzforschung noch mehr an Bedeutung gewinnen. Gemäß dessen Trendstudie  2016 sehen  86 Prozent der befragten E-Learning-Fachleute mobile Anwendungen/Apps als das in den kommenden Jahren wirtschaftlich erfolgreichste Lernformat. [1]
Weiterlesen

Schwer verständliche Texte vereinfachen – so geht’s

Können Sie das verstehen? „Die Anzeige der Geschwindigkeitsmesser darf vom Sollwert abweichen in den letzten beiden Dritteln des Anzeigenbereiches – jedoch mindestens von der 50 km/st-Anzeige ab, wenn die letzten beiden Drittel des Anzeigenbereiches oberhalb der 50 km/st-Grenze liegen – 0 bis +7 vom Hundert des Skalenstandwertes; bei Geschwindigkeiten von 20 km/st und darüber darf die Anzeige den Sollwert nicht unterschreiten.“

Sind Sie noch da? Haben Sie etwas verstanden? Wenigstens einen Teil? Wenn nicht, mögen Sie den Text noch einmal lesen? Nein? Weiterlesen

Weil Sprache heute den Unterschied macht: eine Corporate Language für das IWW Institut

Sprache ist in. Wohl selten zuvor haben die Menschen so viel gelesen und geschrieben wie heutzutage – dank Google, Facebook, WhatsApp, Twitter und Co. Diverse Preise für das Wort, Unwort oder Jugendwort des Jahres unterstreichen, wie wichtig die Menschen die Sprache nehmen. Umso mehr, da mit der Quantität der Kommunikation nicht zwingend auch die Qualität gesteigert wird. Nicht jedes Nachrichtenportal im Netz nimmt es mit der Wahrheit immer ganz genau. Dass das Wort „Fake News“ zum Anglizismus des Jahres 2016 gewählt wurde, war daher keine große Überraschung, erst recht nicht für das IWW Institut. Weiterlesen

Das Ich, die Anderen und der Inhalt – Vom Teilen in den sozialen Medien

Warum werden im Netz einige Inhalte geteilt und andere nicht? Wie kann man mehr Leute dazu bekommen, Blogposts, Tweets oder Facebook-Beiträge zu teilen? Dieser Beitrag befasst sich mit den Voraussetzungen für das Teilen von Inhalten, die alle stark mit dem Konzept der Ich-Beteiligung (Involvement) zu tun haben. Er endet mit Hinweisen, wie das Teilen gefördert werden kann.
Weiterlesen

Welche Informationen brauchen Führungskräfte in Gesundheitsberufen wirklich?

Wer Verantwortung in einer Leitungsfunktion übernimmt, bringt in den meisten Fällen viel praktische Berufserfahrung mit und ist fachlich gut auf die zukünftige Aufgabe vorbereitet. Doch das erweiterte Aufgabengebiet einer Führungskraft beinhaltet weit mehr als Anforderungen an die fachliche Kompetenz: Personalführung, berufsspezifische Betriebswirtschaft und Ökonomie, Berufsrecht und Finanzwesen sind wohl die wichtigsten Bereiche, die hier zu nennen sind.
Weiterlesen

Fachlich richtig, aber unverständlich?

Experten erkennt man häufig daran, dass sie die Sprache ihres Fachgebietes besonders gut beherrschen. Expertise in einem bestimmten Gebiet zu haben, ist in der Regel mit hohem Ansehen verbunden. Menschen gefällt es, wenn sie anerkannt werden für ihre Leistungen. Und wie könnte man Sachverstand schneller und einfacher beweisen als durch den Gebrauch von möglichst vielen Fachbegriffen? Weiterlesen