Recht anschaulich – für Führungskräfte im Gesundheitswesen

Es gibt sie, die Fragen, die Praxisinhabern und anderen Führungskräften im Gesundheitswesen Bauchschmerzen bereiten: Wann gilt eine unterlassene medizinische Maßnahme eigentlich als Behandlungsfehler? Kann ein Patient mit starken Schmerzen noch rechtswirksam aufgeklärt werden? Wann verletzen Angehörigengespräche die Schweigepflicht? Welchen Kündigungsschutz genießen Praxismitarbeiter? Fragen zum Arbeitsrecht, zum Berufsrecht und zum Medizinrecht sind im Berufsalltag von Führungskräften sehr präsent. Doch sie sind häufig wenig beliebt. Die Gründe: Die Antworten sind aufwendig zu recherchieren, die juristische Fachsprache ist kompliziert und die Zeit ist knapp.

Rat vom Anwalt bei allgemeinen Rechtsfragen?

Deshalb ziehen die meisten Führungskräfte bei Rechtsfragen lieber einen Anwalt hinzu. Das ist nicht nur verständlich, sondern auch gut und richtig. Nur: Es gibt viele Fragen, die zwar einen konkreten Anlass haben, die aber trotzdem keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne rechtfertigen. Denn der Besuch beim Anwalt kostet und lohnt sich oft nur, wenn ein Rechtsstreit droht oder wenn eine besondere Situation vorliegt, zum Beispiel eine Niederlassung oder Praxisexpansion.

Suchmaschinen

Wen können Ärzte, Apotheker und Therapeuten bei Rechtsthemen um Rat fragen, wenn nicht einen Anwalt? Vielleicht die Suchmaschinen? Bei Rechtsthemen gilt dasselbe wie bei anderen Fachthemen: Das Internet kann weiterhelfen. Aber es kann auch genauso gut in die Irre führen. Und es kostet Zeit, Antworten auf Rechtsfragen selbst bei Google und Co. zu recherchieren. Denn die Suchworte bestimmen das Ergebnis – die Antworten auf ein und dieselbe Frage können also sehr unterschiedlich ausfallen, je nachdem, wie man danach sucht.

Dazu kommt: Die Quellen müssen auf Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit geprüft werden. Wie sicher kann man sein, dass ein komplexes Rechtsthema korrekt dargestellt wird, wenn nicht ersichtlich ist, welchen beruflichen Hintergrund die Autoren haben?

Beispiel

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Bildschirmfoto: Google

Gibt man zum Beispiel nur das Stichwort Behandlungsfehler bei Google ein, schlägt die Suchmaschine die meistgesuchten Wortkombinationen vor. Der Frage „Wann gilt eine unterlassene medizinische Maßnahme eigentlich als Behandlungsfehler?“  kommt man vermutlich am nächsten, wenn man die Wortkombi „Behandlungsfehler Beispiele“ weiterverfolgt.

Auf Platz 1 der Ergebnisliste findet sich hierzu auch ein passender Beitrag. Darin wird unterschieden zwischen Behandlungsfehler, Therapiefehler, Übernahme- und Organisationsverschulden, Diagnosefehler, Befunderhebungsfehler und Aufklärungsfehler und es wird erklärt, wie das Verfahren bei der Feststellung von Behandlungsfehlern ist. Eine eindeutige Antwort auf die Frage lässt sich daraus nicht ableiten – zumal der Text sehr lang ist.

Gibt man die vollständige Frage bei Google ein, ist das erste Ergebnis ein Wikipedia-Artikel zum Thema Behandlungsfehler. Auch hier: Ein langer Text, der viel Hintergrundwissen liefert, der in der konkreten Situation wenig weiterhilft.

Gezieltes Praxiswissen

Führungskräfte im Gesundheitswesen brauchen aber zuverlässig korrekte Antworten, und zwar möglichst schnell. Die Informationsdienste des IWW Institut für Wissen in der Wirtschaft können hierfür eine gute Hilfe sein.

Die Texte werden von Autoren geschrieben, die auf das Gesundheitswesen spezialisierte Fachanwälte und Berater sind. Anschließend werden sie von Redakteuren bearbeitet, die sowohl juristisches als auch medizinisches Fachwissen mitbringen. So entstehen Beiträge für Zeitschriften, die auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnittene Rechtsinformationen zur Verfügung stellen.

Fragen, wie jene vom Anfang dieses Beitrags, werden hier beantwortet. Und zwar übersichtlich und in einer verständlichen Art und Weise, häufig an praktischen Beispielen dargestellt und mit nützlichen Checklisten und Schaubildern ergänzt. Alle Beiträge – auch die der älteren Jahrgänge – sind für Abonnenten auch online oder per App abrufbar sowie einzeln zu erwerben.

Beispiel

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Bildschirmfoto: iww.de

Wenn man in das Suchfeld die Frage eingibt: „Wann gilt eine unterlassene medizinische Maßnahme eigentlich als Behandlungsfehler?“ erscheint eine Liste aller Beiträge, die zu diesem Thema bei einem der Informationsdienste für Heilberufe erschienen sind – und zwar klar unterscheidbar nach Relevanz für unterschiedliche Berufsgruppen, also zum Beispiel Oberärzte, Chefärzte, Zahnärzte.

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Bildschirmfoto: iww.de

Die bunten Quadrate in der linken oberen Ecke der jeweiligen Ergebnisse zeigen an, in welchem Informationsdienst der Beitrag erschienen ist, ebenso wie die 1. Zeile im Ergebniseintrag. Im Auswahlkasten links lassen sich die Ergebnisse filtern, und themenverwandte Seminare und Kongresse anzeigen. Das Schloss in der rechten unteren Ecke des Eintrags gibt an, ob der Beitrag frei verfügbar oder kostenpflichtig ist.

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Bildschirmfoto: iww.de

Das IWW bietet die Möglichkeit, für die Dauer von 24 Stunden alle kostenpflichtigen Beiträge eines Informationsdienstes zu durchsuchen. So kann man die Recherche vervollständigen und alle relevanten Beiträge zu Rate ziehen.

Bleibt eine Frage einmal ohne Ergebnis, können Leser gezielt nachfragen. Die Redaktion sammelt die Anliegen und beauftragt geeignete Experten mit der Antwort – nachzulesen dann in einer der nächsten Ausgaben.

Einen Überblick über die verfügbaren Informationsdienste für Gesundheitsberufe inklusive Kontaktmöglichkeiten zu den Redaktionen bietet auch dieser Blogbeitrag.

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