Variationen bei der Phrasensuche

Haben Sie schon mal der Suchmaschine Ihres Vertrauens mit Anführungszeichen eine bestimmte Wortfolge vorgegeben? Dann haben Sie eine Phrasensuche durchgeführt. Ein beliebtes Tool, um einen bestimmten Text oder eine bestimmte Person zu finden. Das mit dem bestimmten Text können Sie auch als eine leicht zugängliche Form der Plagiatsprüfung nutzen. Wenn ein Satz oder Abschnitt in einem Text stilistisch herausfällt, stammt er vielleicht aus einer nicht angegebenen Quelle.

Suchmaschinen, die Phrasen anbieten

Wenn Sie nicht mehr genau wissen, woher ein Zitat stammt, können Sie mit Hilfe der Anführungszeichen genau diese Wortfolge vorgeben und finden so den Gesamttext – wenn er im WWW auffindbar ist. Das hängt auch mit der Suchmaschine zusammen, die Sie nutzen. Viele Suchmaschinen (Carrot2, Google, Metager etc.) bieten die Phrasensuche. Bing ist allerdings nicht dabei. Es werden dort zwar Phrasen, wenn sie auftauchen, fett markiert. Doch ein Großteil der Ergebnisse nimmt auf die Vorgabe keine Rücksicht und verwendet verschiedene Begriffe aus der Phrase.

Personensuche mit Phrase

Wenn Sie nach einer Person suchen, kann die Phrasensuche helfen: Sie setzen den vollständigen Namen und Anführungszeichen und ergänzen mit Orts- oder Berufsbezeichnungen oder mit anderen Hinweisen, die die Person unverwechselbar machen. Die meisten Namen kommen ja mehrfach vor.

Kleine Falle bei dieser Spezialsuche: Da Suchmaschinen keine Satzzeichen lesen, kann es schon mal passieren, dass Sie in einer Liste landen, die nach dem Prinzip „Nachname, Vorname“ sortiert ist. Bei der Suche nach „Louise Miller“ kann das dann so aussehen: „Kanterbach, Louise; Miller, Georg“.

Phrasensuche mit Sternchen

Wenn Sie nur noch wissen, dass in einem Text bestimmte Begriffe in einer bestimmten Reihenfolge vorkamen, kann dieses bruchstückhafte Wissen ebenfalls in der Phrasensuche genutzt werden – allerdings nur bei Google. Sie setzen – am besten – zwei Begriffe in die Anführungszeichen und dazwischen setzen Sie das Sternchen *: „Suchmaschinen * Algorithmus“. So erhalten Sie Treffer, die diese beiden Wörter in der vorgegebenen Reihenfolge aufweisen. Das Sternchen steht als Platzhalter für beliebig viele Zeichen zwischen den Wörtern.

Für ganze Sätze funktioniert diese Variation des Lückentextes leider nicht wirklich gut. Sollte Ihr Beispielsatz aber mehr als 32 Wörter zählen, können Sie es mal versuchen; 32 Wörter ist die Obergrenze, die Google zulässt. Bei anderen Suchmaschinen sieht das ähnlich aus.

Anführungszeichen für eine bestimmte Schreibweise

Wenn Sie für Ihr Thema einen Begriff verwenden und dabei nur eine von verschiedenen Schreibweisen nutzen wollen, können Sie die ebenfalls mit Anführungszeichen erzwingen: „Delphin“ oder „Delfin“ zum Beispiel.

Auf den Punkt:

Anführungszeichen können Sie nutzen, um eine bestimmte Wortfolge zu erzwingen, wenn Sie einen bestimmten Zeichenfolge (eine Namenskombination oder ein längeres Zitat) suchen. Wenn Sie Texte suchen, in denen Begriffe in einer vorgegebenen Reihenfolge vorkommen sollen, können Sie die Wörter mit Sternchen in Anführungszeichen setzen (nur bei Google). Um eine bestimmte Schreibvariante eines Wortes zu erzwingen, setzen Sie es in Anführungszeichen.