Tappen Sie nicht in die Content-Hype-Falle!

Welle

Die Sorge wächst, dass gute Inhalte im Meer wachsender Contentfluten untergehen. Ein Beispiel: Angenommen, Ihre Kanzlei gehörte bis vor Kurzem noch zu den wenigen, die ein eigenes Kanzleiblog betreiben: Sie erstellen seit einigen Jahren hochwertige Blogbeiträge für Ihre Mandanten und solche, die es werden sollen und waren mit dem Effekt in Bezug auf Suchmaschinenranking und Mandantenzulauf sehr zufrieden. Doch in letzter Zeit haben etliche Ihrer Kolleginnen und Kollegen nachgezogen. Dadurch wird es langsam immer schwieriger für Sie, mit Ihrem Blog im Netz Aufmerksamkeit zu erzeugen, die Zugriffszahlen dümpeln vor sich hin. Allerdings gilt das nicht für alle Ihre Beiträge. Manche haben sich zu Dauerbrennern entwickelt. Trotzdem fragen Sie sich, ob sich der Aufwand für Sie noch lohnt.

Dauerbrenner statt schnelle Nummer

Obwohl die Bedeutung von Corporate Blogs in den letzten Jahren stark gestiegen ist und sie einen der Dreh-und-Angelpunkte in der Distribution von unternehmenseigenen und kuratierten Inhalten im Rahmen einer Content-Marketing-Strategie darstellen, geht es zunehmend mehr Blogbetreibern so wie unserem Beispiel-Anwalt. Es wird für den einzelnen Blogbeitrag umso schwerer Aufmerksamkeit zu erzeugen, je mehr hochwertige, zielgruppenrelevante Inhalte im Netz auftauchen. Das bekommen vor allem Selbstständige und kleine bis mittlere Unternehmen zu spüren.

Der Grund, warum contentgetriebenes Onlinemarketing so wichtig geworden ist, liegt unter anderem in diversen Google-Updates: Die Suchalgorithmen setzen mehr und mehr auf semantische Suchparameter. Die sich weiterentwickelnde Suchmaschinentechnologie ist also ein wesentlicher Motor des Content-Hypes. Hype deshalb, weil zu beobachten ist, dass die Contentproduktion deutlich ansteigt. In diesem Artikel http://www.businessesgrow.com/2014/01/06/content-shock/ (erschienen im Jahr 2014) wird davon gesprochen, dass wir bis zum Jahr 2019 Steigerungsraten von 500 Prozent im Vergleich zum Ausgangspunkt erwarten müssen. Eine erfolgversprechende Content-Marketing-Strategie kann deshalb nur eine sein, die langfristig angelegt ist: Eine, die von Beziehung lebt.

Trotz Contentflut mit eigenen Inhalten nachhaltige Beziehungen im Netz aufbauen?

Klasse statt Masse

Mehr Inhalte ermöglichen mehr Suchtreffer und damit potenziell höhere Zugriffszahlen: Ja, schon. Aber: Das kann eine gezielte Analyse des Besucherverhaltens und die entsprechende Anpassung der Inhalte auch. Und zwar ressourcenschonender als Publishing by Gießkanne. Es schadet nicht, auf hochwertige Inhalte zu setzen, statt auf Schlagzahl. Im Gegenteil. Wenn Sie für Ihre Mandanten und Kunden wichtige und nützliche Informationen besitzen, die vielleicht sogar einen zeitlosen Wert haben, ist es gut, darüber zu bloggen. Auch, wenn viele andere es tun. Vergessen Sie nicht, dass die lokale Google-Suche Ihrem Blog den Vortritt geben kann, wenn für Sie interessante –  weil in der Nähe wohnende – Netznutzer danach suchen.

Mut zum Profil

Wenn Sie sich als die Person ins Netz trauen, die Sie sind, haben Sie einen entscheidenden Vorteil: Sie sind unverwechselbar. Natürlich wird Ihre persönliche Note nicht jeden Geschmack treffen, aber das ist vielleicht auch nicht so schlecht, oder? Denn das heißt im Umkehrschluss, dass diejenigen, denen Ihr Stil gefällt, umso lieber und öfter mit Ihnen reden – und zu Stakeholdern und Kunden werden. Und der schöne Nebeneffekt? Nützliche Informationen, die man bei Ihnen UND Ihren Mitbewerbern findet, heben sich durch Ihre unverwechselbare Art und durch Zugabe Ihrer eigenen Meinung vom anderen ab: klarer Vorteil für die Sichtbarkeit im Netz.

Bezogen auf unsere bloggende Beispiel-Kanzlei vom Anfang gilt also: Nicht die Frage, ob sich Bloggen noch lohnt, führt weiter, sondern die Analyse: Was zeichnet die Dauerbrenner aus und wie lassen sich mehr solcher zugriffsstarken Blogbeiträge erstellen? So kann die Kanzlei zwar nicht darauf hoffen, dass weniger Konkurrenz im Netz entsteht, aber wissen, dass sie alles dafür getan hat, dass ihr eigener Content durch Qualität punktet. Ein Umstand, den Suchmaschinen jetzt schon zu schätzen wissen – und in Zukunft noch mehr.

Auf den Punkt gebracht – Fünf Fragen für gute Inhalte

  1. Bietet mein Inhalt exklusive Infos?
  2. Löst mein Inhalt ein Problem?
  3. Erzählt mein Inhalt etwas Neues?
  4. Regt mein Inhalt zum Nachdenken und Diskutieren an?
  5. Ist mein Inhalt emotional aufbereitet?

Schreiben Sie einen Kommentar

Im folgenden Kommentar-Feld können Sie uns und anderen Nutzern Ihre Ansicht zum Thema mitteilen. Es ist erforderlich, dabei Name und E-Mail-Adresse anzugeben. Beides wird nicht veröffentlicht. Ihre IP-Adressen wird auf Grundlage unserer berechtigten Interessen im Sinne des Art. 6 Abs. 1 Buchst. f. DSGVO gespeichert. Das geschieht zu unserer Sicherheit, falls jemand in Kommentaren und Beiträgen widerrechtliche Inhalte hinterlässt (Beleidigungen, verbotene politische Propaganda, etc.). Dann können wir selbst für den Kommentar oder Beitrag belangt werden und sind daher an der Identität des Verfassers interessiert. Weitere Einzelheiten zum Umgang mit Ihren Daten finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.