Jürgen Derlath ist Leiter Forschung und Entwicklung und Social Media Executive beim IWW-Institut.

Alle Artikel vonJürgen Derlath

Das soziale Internet ist gekommen, um zu bleiben

Kritische Stimmen haben die Entwicklung des Internets von Beginn an begleitet. In letzter Zeit wird verstärkt vor den Gefahren der sozialen Medien gewarnt. Grund ist vor allem das krasse Fehlverhalten von Facebook und die Art und Weise, wie das Unternehmen mit seinen Fehlern umgeht. Allerdings werden wir uns alle an das soziale Internet gewöhnen müssen, denn es ist gekommen um zu bleiben. Zu sehr sind gerade die sozialen Medien Ausdruck unserer menschlichen Natur.

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„Können wir Facebook wieder dafür nutzen, wofür es ursprünglich gemacht wurde – um nachzuschauen, wie fett der Ex-Partner geworden ist?“ (Bill Maher)

Unlängst machte Apple-CEO Tim Cook von sich reden, als er sich dafür aussprach, die Nutzung von Technik in Schulen einzuschränken und durchblicken ließ, dass er seinem Neffen verboten habe, in sozialen Netzwerken aktiv zu sein. Und Sean Parker, Mitgründer von Napster und langjähriger Berater von Facebook, wird mit den Worten zitiert: „Gott allein weiß, was Facebook mit den Gehirnen unserer Kinder macht.“ Social Media hat ein Problem und das nicht erst seit der unrühmlichen Rolle von Facebook im amerikanischen Wahlkampf. Plattformen, deren selbst-erklärtes Ziel es ist, uns alle einander näher zu bringen und glücklich zu machen, scheinen das Gegenteil zu bewirken. Weiterlesen

Was macht eigentlich gute Videos aus?

Video unterstützt in vielen Bereichen die Ausbildung und in Online-Kursen sind Lehrvideos oft ein zentraler Bestandteil. Video transportiert die Inhalte sowohl auditiv als auch visuell und schafft so eine multisensorische Lernumgebung, von der es heißt, dass sie besonders lernförderlich sei. Dass multisensorische Lernumgebungen lernförderlich sein können (und unter welchen Bedingungen sie es sind), ist in Laborexperimenten mehrfach untersucht worden. In der Praxis herrscht dennoch Verunsicherung darüber, was wirklich gute Videos ausmacht. Weiterlesen

Auf der Content-Flut schwimmen, statt darin unterzugehen

Content Marketing, der Januskopf aus Vermarktung von Inhalten und Marketing mit Inhalten, ist mehr als nur eine Modeerscheinung. Es markiert eine neue Einstellung des Inhalte-Produzenten zu seinen Inhalten. Diese neue Einstellung ist auch dringend erforderlich, will er nicht in der Flut der konkurrierenden Inhalte untergehen. Weiterlesen

Zwei Erkenntnisse aus dem Hype um Videos im Internet

Videos werden gerade im Zusammenhang mit sozialen Medien im Moment enorm gehypet.  Ein Blick in den eigenen Facebook-Stream reicht, um das zu erkennen. Anscheinend steht dem Angebot auch eine entsprechende Nachfrage gegenüber. Ein Unternehmen wie Facebook würde Videos nicht so stark in den Vordergrund rücken, wenn es nicht die Erkenntnis gewonnen hätte, dass diese Content-Form bei den Nutzern besonders beliebt ist. Und tatsächlich scheint ein Wandel im  Nutzungsverhalten das Medienformat Video zu begünstigen. Weiterlesen

Hörst Du schon oder liest Du noch?

Im Beitrag zum mobilen Lernen in diesem Blog-Beitrag hatte ich die Einschätzung wiedergegeben, dass Audio-Inhalte im Bereich der Fachinformation nicht so verbreitet seien. Die Einschätzung bezog sich auf die Medienform Podcast, also abonnierbare Audio-Inhalte,  und weniger auf das Hörbuch. Denn inzwischen gibt es eine Vielzahl von vor allem für ein breites Publikum geschriebenen Fachbüchern auch als Hörbuch. Meine Vermutung war, dass dem Sinneskanal  Hören nicht so viel zugetraut werde wie dem Sehen. Auf der Suche nach möglichen Ursachen für die Unterschätzung des Hörens bin ich auf zwei  Ansichten gestoßen, die mit daran Schuld sein könnten. Weiterlesen

Mobiles Lernen mit Audio-Medien – Weiterbildung unterwegs

Jede Erwerbstätigkeit, ob abhängig oder selbstständig ausgeübt, verlangt heute, dass man das Wissen ständig aktuell hält. Oft aber lässt die Tätigkeit selbst kaum noch Zeit, sich weiterzubilden. Außerdem erfordern viele Lernformen zeitliche und räumliche Planung (z.B. das Präsenzseminar). Mobiles Lernen (mobile learning, M-learning) hingegen verspricht, dass spontan an jedem beliebigen Ort gelernt werden kann – also an der Bushaltestelle,  in der U-Bahn oder während Autofahrten. Das ist verlockend, denn gerade wer etwa viel im Auto unterwegs ist, möchte vielleicht die Leerzeit als Lehrzeit sinnvoll nutzen. Da das Smartphone zum ständigen und vielseitigen Begleiter im Alltag geworden ist,  wird mobiles Lernen nach Auffassung  des mmb Instituts für Medien- und Kompetenzforschung noch mehr an Bedeutung gewinnen. Gemäß dessen Trendstudie  2016 sehen  86 Prozent der befragten E-Learning-Fachleute mobile Anwendungen/Apps als das in den kommenden Jahren wirtschaftlich erfolgreichste Lernformat. [1]
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Das Ich, die Anderen und der Inhalt – Vom Teilen in den sozialen Medien

Warum werden im Netz einige Inhalte geteilt und andere nicht? Wie kann man mehr Leute dazu bekommen, Blogposts, Tweets oder Facebook-Beiträge zu teilen? Dieser Beitrag befasst sich mit den Voraussetzungen für das Teilen von Inhalten, die alle stark mit dem Konzept der Ich-Beteiligung (Involvement) zu tun haben. Er endet mit Hinweisen, wie das Teilen gefördert werden kann.
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Noch mehr Online-Tools zur Textverständlichkeit

Im September 2016 hatte ich drei kostenfreie Online-Tools vorgestellt, mit deren Hilfe anhand der Oberflächenstruktur des Textes die Leseschwierigkeit/Textverständlichkeit in Form einer Index-Zahl objektiv gemessen werden kann. Ein Manko dieser Tools ist, dass sie mit der Indexzahl nicht auch gleich Verbesserungsvorschläge mitliefern. Die beiden Tools, die ich in diesem Beitrag vorstellen möchte, machen solche Verbesserungsvorschläge. Weiterlesen

Lebenslanges Lernen und die Aufgabe eines Wissenskurators

In seinem 1969 erschienen Buch „Die Zukunft bewältigen. Aufgaben und Chancen im Zeitalter der Ungewissheit“ behauptete Peter F. Drucker, das Industriezeitalter werde von der Wissensgesellschaft abgelöst. Heute ist die Zukunft längst Gegenwart. Konzepte wie lebenslanges Lernen oder das lernende Unternehmen legen davon Zeugnis ab.

Die post-industriellen Gesellschaften befinden sich schon länger in einer Transformation zu Wissensgesellschaften. Die unglaubliche Entwicklung des Internets hat Entscheidendes dazu beigetragen. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien schaffen völlig neue Bedingungen für die Nutzung durch die Gesellschaft. Der beständige Strom an Wissen wurde zum zentralen Faktor für wirtschaftliche Entwicklung. Wissen ist damit zu einem eigenständigen Produktivfaktor geworden.
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