Jürgen Derlath ist Leiter Forschung und Entwicklung und Social Media Executive beim IWW-Institut.

Alle Artikel vonJürgen Derlath

Auf der Content-Flut schwimmen, statt darin unterzugehen

Content Marketing, der Januskopf aus Vermarktung von Inhalten und Marketing mit Inhalten, ist mehr als nur eine Modeerscheinung. Es markiert eine neue Einstellung des Inhalte-Produzenten zu seinen Inhalten. Diese neue Einstellung ist auch dringend erforderlich, will er nicht in der Flut der konkurrierenden Inhalte untergehen. Weiterlesen

Zwei Erkenntnisse aus dem Hype um Videos im Internet

Videos werden gerade im Zusammenhang mit sozialen Medien im Moment enorm gehypet.  Ein Blick in den eigenen Facebook-Stream reicht, um das zu erkennen. Anscheinend steht dem Angebot auch eine entsprechende Nachfrage gegenüber. Ein Unternehmen wie Facebook würde Videos nicht so stark in den Vordergrund rücken, wenn es nicht die Erkenntnis gewonnen hätte, dass diese Content-Form bei den Nutzern besonders beliebt ist. Und tatsächlich scheint ein Wandel im  Nutzungsverhalten das Medienformat Video zu begünstigen. Weiterlesen

Hörst Du schon oder liest Du noch?

Im Beitrag zum mobilen Lernen in diesem Blog-Beitrag hatte ich die Einschätzung wiedergegeben, dass Audio-Inhalte im Bereich der Fachinformation nicht so verbreitet seien. Die Einschätzung bezog sich auf die Medienform Podcast, also abonnierbare Audio-Inhalte,  und weniger auf das Hörbuch. Denn inzwischen gibt es eine Vielzahl von vor allem für ein breites Publikum geschriebenen Fachbüchern auch als Hörbuch. Meine Vermutung war, dass dem Sinneskanal  Hören nicht so viel zugetraut werde wie dem Sehen. Auf der Suche nach möglichen Ursachen für die Unterschätzung des Hörens bin ich auf zwei  Ansichten gestoßen, die mit daran Schuld sein könnten. Weiterlesen

Mobiles Lernen mit Audio-Medien – Weiterbildung unterwegs

Jede Erwerbstätigkeit, ob abhängig oder selbstständig ausgeübt, verlangt heute, dass man das Wissen ständig aktuell hält. Oft aber lässt die Tätigkeit selbst kaum noch Zeit, sich weiterzubilden. Außerdem erfordern viele Lernformen zeitliche und räumliche Planung (z.B. das Präsenzseminar). Mobiles Lernen (mobile learning, M-learning) hingegen verspricht, dass spontan an jedem beliebigen Ort gelernt werden kann – also an der Bushaltestelle,  in der U-Bahn oder während Autofahrten. Das ist verlockend, denn gerade wer etwa viel im Auto unterwegs ist, möchte vielleicht die Leerzeit als Lehrzeit sinnvoll nutzen. Da das Smartphone zum ständigen und vielseitigen Begleiter im Alltag geworden ist,  wird mobiles Lernen nach Auffassung  des mmb Instituts für Medien- und Kompetenzforschung noch mehr an Bedeutung gewinnen. Gemäß dessen Trendstudie  2016 sehen  86 Prozent der befragten E-Learning-Fachleute mobile Anwendungen/Apps als das in den kommenden Jahren wirtschaftlich erfolgreichste Lernformat. [1]
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Das Ich, die Anderen und der Inhalt – Vom Teilen in den sozialen Medien

Warum werden im Netz einige Inhalte geteilt und andere nicht? Wie kann man mehr Leute dazu bekommen, Blogposts, Tweets oder Facebook-Beiträge zu teilen? Dieser Beitrag befasst sich mit den Voraussetzungen für das Teilen von Inhalten, die alle stark mit dem Konzept der Ich-Beteiligung (Involvement) zu tun haben. Er endet mit Hinweisen, wie das Teilen gefördert werden kann.
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Noch mehr Online-Tools zur Textverständlichkeit

Im September 2016 hatte ich drei kostenfreie Online-Tools vorgestellt, mit deren Hilfe anhand der Oberflächenstruktur des Textes die Leseschwierigkeit/Textverständlichkeit in Form einer Index-Zahl objektiv gemessen werden kann. Ein Manko dieser Tools ist, dass sie mit der Indexzahl nicht auch gleich Verbesserungsvorschläge mitliefern. Die beiden Tools, die ich in diesem Beitrag vorstellen möchte, machen solche Verbesserungsvorschläge. Weiterlesen

Lebenslanges Lernen und die Aufgabe eines Wissenskurators

In seinem 1969 erschienen Buch „Die Zukunft bewältigen. Aufgaben und Chancen im Zeitalter der Ungewissheit“ behauptete Peter F. Drucker, das Industriezeitalter werde von der Wissensgesellschaft abgelöst. Heute ist die Zukunft längst Gegenwart. Konzepte wie lebenslanges Lernen oder das lernende Unternehmen legen davon Zeugnis ab.

Die post-industriellen Gesellschaften befinden sich schon länger in einer Transformation zu Wissensgesellschaften. Die unglaubliche Entwicklung des Internets hat Entscheidendes dazu beigetragen. Neue Informations- und Kommunikationstechnologien schaffen völlig neue Bedingungen für die Nutzung durch die Gesellschaft. Der beständige Strom an Wissen wurde zum zentralen Faktor für wirtschaftliche Entwicklung. Wissen ist damit zu einem eigenständigen Produktivfaktor geworden.
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Beeinflusst das Lesen auf Bildschirmen unser Denken?

Wir beeinflussen mit unserer Technologie die Umwelt. Aber das ist keine Einbahnstraße. Die Technologie in unserer Umwelt wirkt auf uns zurück. Sie ändert ganz buchstäblich unser Denken. Und damit sind nicht nur Gedanken und Einstellungen gemeint, sondern unsere grundlegenden Denkprozesse. So macht es einer aktuellen Studie zufolge einen Unterschied, ob wir Informationen auf Papier oder am Bildschirm aufnehmen. Je nach dem werden verschiedene Prozesse der Informationsverarbeitung gefördert.

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Online-Tools zur Textverständlichkeit im Selbsttest

lesen_kindle_buch Wer einen Text schreibt, möchte etwas mitteilen und verstanden werden. Dieses Ziel zu erreichen, ist oft schon bei einem Text in Umgangssprache nicht leicht. In Fachsprachen aber bedeuten verständliche Texte harte Arbeit. Dennoch ist es möglich, Texte objektiv zu verbessern. Objektiv bedeutet, dass es nicht vom (Geschmacks-)Empfinden des Verfassers oder Lesers abhängt, ob ein Text leicht oder schwer ist. Hilfreich sind dabei Tools, die die Textverständlichkeit (oder Leseleichtigkeit) messen und in einer Indexzahl darstellen. Teilweise sind diese Tools sogar frei verfügbar. In diesem Beitrag möchte ich drei davon am Beispiel eines kurzen juristischen Textes vorstellen.

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Zahlen aus 2015 zur Nutzung von Social Media

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Zahlen zur Nutzung von Social Media gibt es im Internet zuhauf. Das Problem daran, nie werden alle relevanten Netzwerke zum selben Zeitpunkt mit denselben Indikatoren betrachtet. Für Ende 2015 liegt aber eine Reihe  interessanter und einigermaßen vergleichbarer Daten vor. Weiterlesen