Auf der Content-Flut schwimmen, statt darin unterzugehen

Content Marketing, der Januskopf aus Vermarktung von Inhalten und Marketing mit Inhalten, ist mehr als nur eine Modeerscheinung. Es markiert eine neue Einstellung des Inhalte-Produzenten zu seinen Inhalten. Diese neue Einstellung ist auch dringend erforderlich, will er nicht in der Flut der konkurrierenden Inhalte untergehen.

Anbieter von Fachinhalten publizieren nach den Regeln des Nutzwertjournalismus. Der Adressat soll eine Entscheidungshilfe für seine Probleme bekommen, indem er umfassend und möglichst handlungsorientiert über das Thema informiert wird. Auf dieser Basis kann der Nutzer eine adäquate Lösung für das Problem finden. Der Inhalte-Produzent schlüpft dabei in die Rolle des Experten. Der Nutzer fand und findet Nutzwertinhalte in Medien wie Fachzeitschriften und Datenbanken oder in Beiträgen für Fernsehen und Rundfunk („Ratgeber-Sendungen“). Über das Medium wurde in der Vergangenheit eine relativ stabile Beziehung zwischen Inhalte-Produzenten und Nutzern aufgebaut.

Die Digitalisierung ändert die Regeln für Content-Produzenten und -Konsumenten

Dann kam die durchgreifende Digitalisierung. Der Konsum von Fachinformationen beschränkt sich seither nicht mehr auf die traditionellen Fachmedien. Vielmehr hat die Digitalisierung eine Vervielfachung der Medienformate bewirkt. Heute konkurrieren die traditionellen Medien mit einer unübersehbaren Menge an Angeboten aus Webseiten, Videocasts und Podcasts und anderen neuen Formen audiovisueller Medien – und mit den neuen Experten, die hinter diesen Angeboten stehen!

Die Folge: Eine annähernd konstante oder nur langsam wachsende Menge an Nutzern verteilt sich auf eine größer gewordene Anzahl von Medien mit einem definitiv exponentiell wachsenden Angebot an Inhalten. Klingt nach einer Malthusianischen Falle, oder? Jedenfalls hat sie schon einen Namen: Content-Shock. Mit etwas Glück (und technischen Fortschritt) wird auch diese Malthusianische Falle letztlich keine sein. Eines aber ist sicher. Selbst beste Inhalte haben es vor diesem Hintergrund  schwer, auf sich aufmerksam zu machen.

Auch die Nutzer haben sich in diesem Prozess verändert. Sie konsumieren nicht nur Inhalte, sie interagieren damit und schaffen eigene. Informationen werden nicht nur aus „Werken“ rezipiert, sondern als Wissen in Netzwerken geteilt. Die Nutzer sind bereit, den neuen Experten zu vertrauen. Warum sollte der Nutzer dem Fachblog eines Rechtsanwalts weniger vertrauen, als (s)einem Beitrag in einer Fachzeitschrift? Schließlich stärken Kommentar- und Bewertungsmöglichkeiten die Position der neuen Experten.

Die Attraktivität von Nutzwertinhalten ist ungebrochen

Eines ist aber nach wie vor geblieben: Nutzer lassen sich weiter mit Nutzwertinhalten gewinnen und überzeugen. Lösungsorientierte Inhalte fördern die Nutzerbindung und stärken die Reputation der Marke. Hochwertiger Content verbessert das Ranking bei Google und Inhalte, die zur Interaktion einladen,  binden Nutzer zusätzlich über Social Media. Es gibt also Chancen – allerdings sind noch mehr Inhalte und ein „ballistisches“ Publikationsverhalten („publish and forget“) die falsche Einstellung. Sie führt mit Sicherheit in den Content-Shock. Denn mit der Publikation des hochwertigen Inhalts fängt die Vermarktung der Inhalte erst an!

Nutzwertinhalte einmal anders

Vor diesem Hintergrund hat das IWW-Institut drei Initiativen gestartet:

(1) Mit CE Chef easy hat das IWW Institut im September 2017 ein Modell für rein digitale Informationsdienste gestartet. Dabei wurde das Modell des IWW-Informationsdienstes um multimediale Fähigkeiten erweitert und erhielt ein modernes Design. Zielgruppe sind kleinere mittelständische Unternehmer sowie Freiberufler, die in ihrer internen Chefrolle unterstützt werden sollen. Das Modell soll neben eigenen Inhalten auch das Kuratieren von Fremdinhalten ermöglichen. Zur Webseite

 

(2) Steuerberater Steve: „Bloß nicht noch eine Steuerfachzeitschrift!“ Dieser Stoßseufzer eines geplagten Beraters war im Grunde der Ausgangspunkt für die Entwicklung von Steuerberater Steve. Konzipiert wurde Steuerberater Steve zunächst als reiner Social-Media-Auftritt. Die Stärke von Social-Media, die Interaktion der Nutzer mit den Inhalten, war das zentrale Anliegen von Steve. Angespornt durch den Erfolg wurde das redaktionelle Konzept im Laufe der Zeit erweitert und es wurden sukzessive weitere Elemente wie z.B. Blog und Newsletter hinzugefügt. Zum Blog

 

(3) Und nicht zuletzt dieser Corporate Blog „Wissenskurator“: Der Blog ist Ausdruck unseres Selbstverständnisses als Anbieter hochwertiger Inhalte für anspruchsvolle Zielgruppen. Dort wird gezeigt, wie man Fachwissen verständlich vermittelt und es werden aktuelle Beispiele vorgestellt. Dabei wird auf die Erfahrung und die Kompetenz des IWW Instituts zurückgegriffen. Der Blog will inspirieren, best practices vermitteln und wendet sich an alle, die selbst Inhalte mit Mehrwert erstellen.

Bitte nehmen Sie sich die Zeit für den Besuch der Seiten! Über Ihr Feedback oder einen Kommentar würde ich mich sehr freuen.

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